Archiv:F. A. Dietrich

Interview über die geheime Macht des Unterbewusstseins

Interview

Am 9. März 2015 traf sich Alfred Dietrich mit Renate Monheimius zu einem Interview auf der Heupenmühle, dem Heimatort des Autors. Hier die Mitschrift des Interviews:

Hallo Alfred, vielen Dank, dass ich dieses Interview über Dein Buch „Clara, das Huhn mit der Gitarre oder die geheime Macht des Unbewussten“ mit Dir führen darf. Die Leser Deines Blogs wird sicherlich interessieren:

Warum, oder aus welcher Absicht heraus ist dieses Buch entstanden?

Meine Absicht war es, eine Brücke zu schlagen zwischen dem, was wir für die reale Welt halten und was sie für uns im Hier und Jetzt zu sein scheint und dem eigentlichen Hintergrund unserer Existenz. Ich möchte zeigen, dass Glaube und Wissenschaft keinesfalls im Widerspruch zueinander stehen müssen. Und mit diesem Denken stehe ich keinesfalls allein. Man sollte einmal nachlesen, was so berühmte Wissenschaftler wie Albert Einstein, Max Planck, Werner Heisenberg und sogar Wernher von Braun zu diesem Thema gesagt haben. Allerdings muss man sich auch darüber im Klaren sein, dass das ganze Drumherum in den verschiedenen Glaubensrichtungen mehr aus seiner Historie heraus verstanden werden sollte, denn alles andere hat sich häufig genug als gefährlich erwiesen.

Eine Gefahr? Worin soll die bestehen?

Nun, um das zu verstehen brauchst Du gar nicht weit in die Vergangenheit zurückschauen. Wirf nur mal einen Blick auf die gegenwärtigen Ereignisse im Nahen Osten. Sunniten und Schiiten, sie glauben an den einen Gott und schlagen sich gegenseitig die Köpfe ein. Letztlich wegen historisch entstandener und daraus zu verstehender scheinbarer Widersprüche. Zum Glück haben wir uns in der westlichen Welt weitgehend von diesen Glaubenskämpfen befreit. Daher brauchen wir auch keine neuen kritiklosen Glaubensvorstellungen, die irgendwelche Gurus für ihre Zwecke ausnutzen können – und es neuerdings oftmals auch tun. Die Esoterikszene ist nicht ganz frei davon.

Dann hast Du mit dem Schreiben dieses Buches also noch andere Absichten verbunden?

Sicher! Ich wollte einerseits den soeben erwähnten glaubwürdigen Brückenschlag leisten, der es auch absoluten Skeptikern erlaubt, etwas nachdenklicher zu werden. Denn eine Welt ohne dieses tiefe Verständnis von dem „was die Welt im Innersten zusammenhält“ wie Goethe es im ersten Teil des „Faust“ ausgedrückt hat, ist auf Dauer dem Untergang geweiht. Und andererseits wollte ich den manchmal reichlich kruden Vorstellungen der Esoterikszene zeigen, das es auch anders geht. Wir brauchen sie nicht, die zahllosen Engel und Kobolde und was sich sonst noch so alles in dieser Szene tummelt, um Vertrautheit, Verbundenheit und Geborgenheit zu empfinden.

Und dieses Gefühl möchte ich mit meinem Buch auch oben genannten Skeptikern vermitteln, die allzu verstandgemäß orientiert sind, denn genau diese Sorte Mensch fühlt sich von einer esoterisch angehauchten Glaubensphilosophie eher abgestoßen. Allerdings ist das, was Kritiker gern der Esoterik vorwerfen, nämlich, dass die Menschen, die sich daran orientieren, dies aus Angst vor dem Tode, vor einem endgültigen „Aus“ tun, reichlich unsinnig. Der eigentliche Grund, warum sich die Esoterik in unserer scheinbar von Vernunft geprägten westlichen Welt so stark ausbreitet, liegt vor allem darin, dass die Menschen unbewusst sehr wohl spüren, dass es da mehr gibt, als nur eine rein materielle Existenz, die mit dem Tode erlischt. Das ist letztlich auch der Grund für das Entstehen der Religionen in der gesamten Menschheitsgeschichte. Zu diesem Wissen, das uns alle eint, haben ausgesprochene Verstandesmenschen nur schwerlich Zugang. Daher sind sie häufig auch im wirklichen Leben keinesfalls so erfolgreich sind, wie sie es gerne wären. Sie handeln zu wenig „aus dem Bauch heraus“ wie man es gerne umgangssprachlich formuliert.

Aber dieses „aus dem Bauch heraus handeln“ ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Hineinhorchen in unser Unterbewusstsein. Da unser Unterbewusstsein zugleich Teil einer raum- und zeitlosen Wirklichkeit ist, was ich mich bemüht habe zu beweisen, ist die Möglichkeit dieser Verstandesmenschen genauer in sich hineinzuhorchen, ziemlich begrenzt. Nur an die diesseitige Welt, die Welt im Hier und Jetzt zu glauben, ist ein großer Irrtum. Es widerspricht nicht nur den gängigen Religionen, sondern auch den neuesten Erkenntnissen aus der Wissenschaft. Und wenn ich mich selbst früher gerne spaßeshalber als strenggläubigen Atheisten bezeichnet habe, dann lag das zum Teil auch an meiner, sich wissenschaftlich gebärenden, universitären Ausbildung, die mir einen weiterreichenden Blick verwehrte.

Es ist kein Zufall das Menschen mit Nahtoderfahrung im Verlaufe mehrerer Jahre ihre Einstellung zum Leben ändern. Diese Nahtoderfahrung, die immer mehr Wissenschaftler als real anerkennen, eröffnet tatsächlich einen Blick in eine andere Welt. Und auf Grund dessen, was diese Menschen dort gesehen, bzw. erlebt haben, werden sie offener, engagierter, setzen sich mehr für die Belange anderer Menschen ein. Genau das braucht aber unsere moderne Welt im erhöhten Maße – wer würde daran zweifeln?

Dann wurde also aus dem Saulus ein Paulus?

Na ja, nicht so ganz. Eine gesunde Skepsis blieb mir erhalten. Das wirkt sich nur dahingehend aus, dass ich den Menschen, die mir allzu unlogisch daherkommen, gerne die Fragwürdigkeit ihres Denkens vorhalte. Denn die Welt, die ich beschreibe, die einerseits Teil der sicht- und greifbaren Wirklichkeit ist und andererseits Teil eines allumfassenden geistigen Feldes, hat durchaus ihre logischen Gesetzmäßigkeiten. Ich habe daher auch keine Probleme, wenn meine Aussagen kritisch hinterfragt werden.

Was ist Deine wichtigste Aussage?

Unser anatomisches Gehirn ist nicht der eigentliche Sitz unserer Persönlichkeit. Es ist wichtig, um im Hier und Jetzt überleben zu können. Es ist nur das Klavier auf dem unser Unterbewusstsein, gewissermaßen als Pianist, die Melodie unseres Lebens spielt. Ist das Klavier – also unser Gehirn – verstimmt oder gar beschädigt, dann kann daraus keine gute Melodie entstehen. Insofern ist es durchaus sinnvoll, dass die konventionelle Medizin mittels modernster Methoden, wie zum Beispiel funktioneller MRT, ihre Untersuchungen am Gehirn durchführt. Nur verwechselt sie eben das Klavier mit dem Pianisten. Klar, wenn ich am Klavier eine bestimmte Taste drücke und es kommt kein Ton heraus, dann kann ich aus berechtigten Gründen sagen, das da ein Schaden besteht, der wenn möglich, repariert werden muss. Das hat aber mit dem eigentlichen Kern unseres Wesens nur wenig zu tun.

Und wer sind wir dann wirklich?

Ich sagte es schon: Was wir für unser Ich halten, das ist nur die Melodie. Aber das Ganze besteht eben aus Pianist, Klavier und Melodie. Diese Gesamtheit, das sind wir. Und der Pianist, unser Unterbewusstsein, das halte ich jetzt für das Wesentliche meiner Aussage, ist gleichzeitig Teilhaber eines allumfassenden geistigen Feldes und somit sind wir letztlich sogar alle miteinander verbunden. In dieser anderen Welt gibt es diese Trennung nicht. „Wir sind nicht nur von dieser Welt“ wie der Titel eines Buches von Hoimar von Ditfurth lautete. Und manchmal hebt sich sogar für den einen oder anderen von uns der Vorhang und lässt uns für einen Moment einen Blick werfen in diese andere Welt. Auch das habe ich näher beschrieben. Und da liegt vielleicht sogar der besondere Reiz meines Buches. Man könnte auch den verschiedenen religiösen Strömungen recht geben, die an die unsterbliche Seele glauben. Geist geht eben nicht mit dem Tode verloren wie es Wernher von Braun einmal sinngemäß ausgedrückt hat – und der gilt ja nun wirklich nicht als abgehobener Esoteriker.

Glaubst Du wirklich herausgefunden zu haben, wer wir sind?

Ja das glaube ich wirklich. Und ich frage mich, warum ich nicht vorher darauf gekommen bin. Ich bin einfach so vorgegangen, wie ich es in Gesprächen mit Quantenphysikern gelernt habe. Ein Quantenphysiker, der eine Theorie auf ihren Wahrheitsgehalt oder sagen wir besser Wahrscheinlichkeitsgehalt überprüft, checkt einfach ab, ob mit dieser Theorie alle bekannten Phänomene in Einklang zu bringen sind. Ist das Fall, so ist diese neue Theorie die bessere, richtigere – ob wir jemals ganz erfassen werden, was dieses innere wie äußere Universum wirklich ist, sei einmal dahingestellt. Der Hauptfehler meiner medizinischen Kollegen liegt nun vor allem darin, dass sie Phänomene, die sie nicht erklären können, aus ihren Untersuchungen und auch aus der Statistik – wie zum Beispiel Spontanheilungen bei Tumoren – herausnehmen. Gerade auf letzteres bin ich daher in meinem Buch etwas genauer eingegangen, um zeigen, dass sehr wohl eine plausible Erklärung für dieses Phänomen ergibt.

Hat das Verstehen dieser Zusammenhänge praktische Relevanz für unser „Leben im Hier und Jetzt“ wie Du es vorhin ausgedrückt hast?

Klar hat es das. Irgendwie bin ich ja auch immer Praktiker geblieben. Wenn man erst einmal begreift, wie vom Zeitpunkt der Zeugung an im wachsenden Maße Unterbewusstsein und sich rasch verändernde Gehirnstrukturen ineinander greifen und sich beeinflussen, dann versteht man besser, warum Menschen sich in die eine oder andere Richtung hin entwickeln und warum man selber der geworden ist, der man jetzt ist. Man versteht sich dann selbst besser und lernt auch mehr nach innen zu horchen. Das erklärt auch, warum die ersten zwei bis drei Lebensjahre, an die wir uns später scheinbar kaum noch erinnern, von ganz entscheidender Bedeutung für den Rest unseres Lebens sind. Hierin liegt oftmals die Tragik eines gescheiterten Lebens verborgen. Auch darauf gehe ich genauer ein. Wir sollten im Übrigen auf Grund meiner Darstellungen neu überdenken, inwieweit wir Kinder – wie zum Beispiel in Frankreich sehr häufig – sehr früh in Kindertagesstätten übergeben. Neuere Untersuchungen sollten uns da etwas vorsichtiger werden lassen. Für die Kindern bedeutet es (messbar) nicht nur in aller Regel einen außerordentlichen Stress, sondern es geht ihnen meines Erachtens häufig sogar etwas ganz Wichtiges verloren: Eine vertrauensvolle Lebenseinstellung ohne innere Ängste.

Aber ich will ja nicht alles verraten, schließlich soll ja noch ein Stück für den Leser erhalten bleiben. Vielleicht zum Abschluss dazu das bekannte Zitat von Antoine de Saint-Exupery, das ich gerne am Ende meiner Vorlesungen mittels Overhead Projektor an die Wand warf: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, die Wirklichkeit bleibt für das Auge verborgen“!

Lieber Alfred, ich danke Dir vielmals für dieses aufschlussreiche Interview. Ich habe Dein Buch natürlich gelesen und kann es jedem empfehlen. Mich hat es von den ersten Seiten an gefesselt und zum Erstaunen und Nachdenken gebracht. Du hast die Gabe, komplizierte wissenschaftliche Sachverhalte allgemeinverständlich auszudrücken. Spannend und teilweise lustig waren die Geschichten aus Deinem Leben und Praxisalltag.

Wer gerne über dieses Thema diskutieren möchte, darf das hier in den Kommentaren gerne tun. Der Autor freut sich über Feedback.

„Wir sind nicht nur von dieser Welt“

„Wir sind nicht nur von dieser Welt“

So lautete der Titel eines Buches von Hoimar von Ditfurth. Nun ist dieser Mann alles andere als ein Esoteriker und man darf schon erstaunt sein, was es mit dieser Behauptung – wenn sie denn so und nicht anders gemeint ist – auf sich hat. Ich habe dieses Buch vor vielen Jahren gelesen, es auch interessant gefunden, und das war´s dann auch. Erst während der Niederschrift von „Clara, das Huhn mit der Gitarre oder die geheime Macht des Unbewussten“ wurde mir immer bewusster, wie sehr dieser Mann den Nagel auf den Kopf getroffen hatte.

Eigentlich hätte ich schon längst auf Grund meiner Beobachtungen an Patienten, aber noch mehr während der Zeit meiner Leitung der ANZ-Akademie – wir unternahmen auch Versuche untereinander – und letztlich auch auf Grund eigener Erlebnisse und der Gespräche mit so bekannten Quantenphysikern wie Hans Peter Dürr oder F. A. Popp, dem wohl weltweit bekanntesten Biophotonenforscher, darauf kommen können: Wir sind tatsächlich nicht nur von dieser Welt, so verrückt dies auch klingen mag. Die Frage ist nur, wer sind wir dann?

Zwar glauben wohl die meisten von uns zu wissen, wer sie sind, doch diese Annahme ist eindeutig falsch! Die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen eine ganz andere Sprache: Nicht wir sind die Herrscher unseres Lebens, sondern irgendetwas oder irgendwer dahinter. Also noch einmal: Wer oder was ist dieses etwas? Es war Benjamin Libet, der mit seinem Versuch die Gehirnforschung auf den Kopf stellte. Man hat diesen Versuch mittlerweile mit Hilfe moderner Methoden wiederholt – geändert hat sich dennoch nichts: Es sind nicht wir, die die täglichen Entscheidungen treffen. Da scheint tatsächlich etwas anderes oder ein anderer „Unbekannter“ dahinterzustecken, der uns diese Entscheidung abnimmt – und zwar zeitlich ganz eindeutig vor dem Moment abgegrenzt, in dem der Bereich unseres Gehirns, der für „Anordnungen“ zuständig ist, den Auftrag zu irgendetwas erteilt. Das lässt sich tatsächlich mit Hilfe moderner Methoden messen. Ich habe diesen Versuch in meinem Buch näher beschrieben.

Sind wir also gewissermaßen „Aliens“, Ausführende oder gar Sklaven einer uns unbekannten Macht? Nun, ich kann das zwar nicht ganz ausschließen, denn auch das wäre wieder unwissenschaftlich gedacht, aber ich meine die Lösung gefunden zu haben. Eine Lösung zudem, die alle Phänomene wie Nahtoderfahrungen, Telepathie (gibt es nachgewiesener Maßen tatsächlich, was aber nicht heißt, dass man jetzt nach einiger Übung mit seiner Geliebten in New York oder sonst wo kostenlos telefonieren kann), aber auch Geistheilung (auch die gibt es, nur dass der Weg etwas anders abläuft, als man gemeinhin annimmt) oder Spontanheilungen bei Tumoren u. ä.!

Dieses Einschließen sämtlicher außergewöhnlichen Phänomene, die gerne von der sich wissenschaftlich gebärdenden Medizin ausgegrenzt werden, ist aber Grundvoraussetzung, um den Wahrheitsgehalt, oder sagen wir besser den Wahrscheinlichkeitsgehalt einer Theorie anzuerkennen.

Wer sind wir aber nun wirklich? Nun, unser Gehirn, das wir so gerne als Sitz unserer Persönlichkeit ansehen, ist für unser Bestehen im Hier und Jetzt zwar ein notwendiger Teil dieser Persönlichkeit, aber eben nur ein Teil. Bildhaft gesprochen ist es nur das Klavier. Dahinter sitzt der Pianist! Und wir sind die Melodie. Aber immerhin: Ohne Klavier keine Melodie – doch ohne Pianist auch nicht. Doch wer ist der Pianist? Und welche Bedeutung spielt unsere Lebenserfahrung im Hier und Jetzt? Ist sie ganz bedeutungslos? Viele spannende Fragen und noch spannendere Antworten.

Doch keine Sorge, um einen trockenen Stoff handelt es sich dabei keinesfalls. Dafür sorgen schon Clara, das Huhn mit der Gitarre und eine Anzahl anderer unterhaltsamer Geschichten.

http://www.alfred-dietrich.de/book/clara/

In Bernkastel-Kues

In Bernkastel-Kues

 

Und weiter geht’s. Mehr von Clara, dem Huhn mit der Gitarre am

7. November um 19.00 Uhr
im Kurgastzentrum
Am Kurpark 1
54470 Bernkastel-Kues

 Im herbstlich gefärbten Kurpark…

Bernkastel-Kues

Bernkastel-Kues
… waren die Sitzplätze für die Gäste schon hergerichtet.
Platz für alle.

 

 

 

Bernkastel-Kues

 

Auf ungeduldige Zuhörer waren wir auch vorbereitet.

 

Bernkastel-KuesAnschließend gingen wir noch in den Garten für Unentschlossene.

 

 

Für Diejenigen, die ich jetzt erschreckt habe:

So sieht der Eingang zum Kurgastzentrum aus, …

Bernkastel-Kues

 

… der Ort der Veranstaltung,Lesezimmer Bernkastel-Kues

bevor er für die Lesung vorbereitet wurde.

 

Dank an den Veranstalter.

Bernkastel-Kues

 

 

 

 

 

 

Ihr Alfred Dietrich

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